Der Unterschied zwischen Familie und Freunden dürfte wohl jedem klar sein: Freunde kann man man sich aussuchen. Doch wenn es um die Namensgebung geht, war und ist jeder Mensch manchmal sogar schon vor der ersten Zellteilung dem Einfallsreichtum der Familie (oder eben auch „nur“ der Eltern) ebenso hundertprozentig wie auch gnadenlos ausgeliefert. An dieser Stelle möchte ich mich jedoch nicht über zweifelhafte Schöpfungen wie den skandinavisch beeinflusste Mädchennamen „Siv-Phyllis“, den rhätoromanischen Jungennamen „Nazi“ oder den Spitzenreiter des Chantalismus – „Bellaphina Kulabako“ – amüsieren. Ich möchte mich auch nicht über Erfindungen wie „Nivea“ (Mädchen) oder „Niveau“ (Jungen) echauffieren. Sondern ich möchte schlicht voraussagen, welcher Mädchenname im Jahr 2017 auf den Hamburger Standesämtern der Renner werden wird. Dazu bedarf keiner besonderen Fantasie. Es reicht, wenn man sich an großartige Ereignisse von nationaler Bedeutung erinnert, wie etwa den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1974, als ein Gelsenkirchener Ehepaar seinen neugeborenen Sohn auf den (Mannschafts-) Vornamen Paul Franz Rainer Gerd Jürgen Bernd Georg Berti Ulrich Wolfgang Sepp taufen lassen wollte – was der Standesbeamte jedoch nicht erlaubte. Und nun? Ich tippe ja auf „Elfi“, geschrieben mit „ph“ natürlich.