Aus dem verträumten Saarland, genauer: aus Saarbrücken, ereilte mich gestern, am Mittwoch 12. April 2017, über das Hamburger Abendblatt der Hilferuf eines Magazins, das ich bis dato nicht kannte. Als „Schwerpunktthema“ in einer der nächsten Ausgaben ist „Hamburg“ vorgesehen, und dem (wöchentlich erscheinenden) Magazin fehlten nun dummerweise „versierte“ Autoren für drei längere Strecken, die am 21. April 2017 in der Redaktion vorliegen müssen:

Eine unterhaltsam-informative Übersicht über Hamburgs Touristenattraktionen, 6000 bis 8000 Zeichen…

Eine Reportage über „Hamburg, die Musical-Hauptstadt“, 6000 bis 8000 Zeichen, und…

… eine Reportage über einen Stadtrundgang mit Olivia Jones; die Länge, ihr könnt es euch schon sicherlich denken, 6000 bis 8000 Zeichen

Zur Erinnerung: Die klassische Manuskriptseite hat 30 Zeilen à 60 Anschläge (= 1800 Zeichen). Wir reden hier also über – Pi mal Daumen – 12 bis 15 MS. Und ich helfe ja gern, wirklich.

Die freundliche Dame am anderen Ende der Leitung war sehr erleichtert zugleich, als ich mich bereit erklärte, die Jobs zu übernehmen; für das angebotene Honorar von 100 Euro pro Geschichte! Ja, wie geil ist das denn!! So leicht und locker habe ich noch nie 300 Euro in acht Tagen erschrieben!! Da ist es mir sogar völlig egal, ob die Umsatzsteuer bereits inkludiert ist oder nicht; da fragt man doch nicht nach, da ist man nur noch glücklich und unendlich dankbar!!!

Allerdings werde ich die Texte am 21. April 2017  wohl nicht, wie vereinbart, liefern. Am 22. April 2017 morgens auch nicht. Und am 21. April 2018 ebenfalls nicht. Vielleicht findet sich aber am 21. April 2017, abends, irgendjemand, der diese Jobs übernehmen will. Über Nacht, quasi. Das hielte ich jedoch für einen Verrat an unserer Zunft.